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Münchner Kunsthändler-Archiv künftig im Internet abrufbar

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Münchner Kunsthändler-Archiv künftig im Internet abrufbar


Nürnberg (ddp). Recherchen über die Herkunft von mehr als 43 000 Gemälden werden ab sofort einfacher. Das Germanische Nationalmuseum (GNM) stellte am Mittwoch gemeinsam mit dem ebenfalls in Nürnberg ansässigen Deutschen Kunstarchiv (DAK) ein neues Internetangebot vor. Damit werden die Akten der sogenannten Galerie Heinemann aus München kostenlos einsehbar.

Dieses Kunsthändler-Archiv bündelt Informationen zum Verkauf und Kauf von Kunstwerken schwerpunktmäßig aus der Zeit zwischen 1890 und 1939 auf über 6000 Seiten Geschäftsbüchern und mehr als 35 000 Karteikarten. GNM-Generaldirektor G. Ulrich Großmann sagte: «Bisher mussten Interessenten diese bei der Recherche mühsam durchsuchen, jetzt wird das wesentlich erleichtert.» Das neue Angebot soll am Donnerstag (29. Juli), 19.00 Uhr, online gehen.

Die Daten seien wichtig, wenn es um die Rückgabeansprüche von Nachkommen ehemaliger Eigentümer gehe, die in der Nazizeit enteignet wurden, sagte Großmann. «Bei solchen Fällen kann 'Heinemann Online' Hilfen bieten», fügte er hinzu. Die Informationen über die Gemälde sowie über 13 000 Personen und Institutionen, die mit Erwerb oder Verkauf zu tun hatten, seien aber vor allem bedeutend für die Provenienzforschung.

«Es ist wichtig für ein Museum zu wissen, wo ein Kunstwerk vorher war», sagte der GNM-Generaldirektor. Damit könne man etwas über die Bedeutung der Kunstwerke in dieser Zeit und den Weg erfahren, den sie genommen haben.

Die Karteien und Geschäftsbücher enthalten den Angaben zufolge detaillierte Informationen und erlauben eine Identifizierung von Kunstwerken, Künstlern, Verkaufszeitpunkten sowie in den Handel einbezogene Personen oder Institutionen. Rückschlüsse auf den materiellen Wert seien «nicht unbedingt» möglich, sagte Großmann. Die im Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München aufbewahrten Kataloge und Fotografien der Galerie Heinemann wurden ebenfalls digitalisiert und in die Datenbank integriert.

Damit sind Unterlagen im Zeitraum von der Galeriegründung im Jahre 1872 bis zur «Arisierung» des jüdischen Unternehmens Ende 1939 durch die Nazis verfügbar. Nach Angaben von DAK-Leiterin Birgit Jooss emigrierten die Eigentümer nach New York und überlebten den Holocaust. 1946 kam der Enkel des Galeriegründers zurück und übergab 1972 die Unterlagen dem Deutschen Kunstarchiv. Bisher hätten rund fünf bis zehn Interessenten im Monat recherchiert, mit dem neuen Angebot erwarte man eine «deutliche Steigerung», sagte Jooss.

Das Projekt kostete den Angaben zufolge knapp 176 000 Euro. Davon übernahmen die Projektpartner rund 40 000 Euro, der Rest sind Bundesmittel. Die Transkription und Digitalisierung der Daten dauerte rund ein Jahr. Damit waren nach Angaben von Jooss bis zu acht Mitarbeiter beschäftigt.

ddp

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Weiter Streit zwischen FDP und Union um Internetsperren

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Weiter Streit zwischen FDP und Union um Internetsperren


Berlin (ddp). Der Streit zwischen FDP und Union über das Vorgehen im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet wird heftiger. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach (CDU) hatte am Donnerstag als Reaktion auf eine Studie des Bundeskriminalamts (BKA) für den Einsatz von Internetsperren plädiert. Nachdem Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dies zurückgewiesen hatte, legte der FDP-Innenpolitiker Jimmy Schulz jetzt nach: «Die in der BKA-Studie genannten Zahlen sind fragwürdig. Sie werden offenbar gezielt genutzt, um Druck für die Einrichtung von Internetsperren aufzubauen. Das geht so nicht, es müssen sich schon alle an den Koalitionsvertrag halten», sagte der Computerfachmann der Nachrichtenagentur ddp.

In dem Vertrag vom Oktober 2009 heißt es, es sei notwendig, «derartige kriminelle Angebote schnellstmöglich zu löschen statt diese zu sperren». Daher wurde für zunächst ein Jahr auf Sperrungen verzichtet. Die »Welt online" hatte über eine BKA-Studie für das erste Halbjahr 2010 berichtet. Danach blieben kinderpornografische Seiten trotz aller Löschungsbemühungen «eine zu lange Zeit abrufbar». 40 Prozent könnten nach einer Woche noch immer auf Computer geladen werden.

Schulz und drei weitere FDP-Politiker haben sich jetzt mit kritischen Fragen an BKA-Chef Jörg Zierke gewandt. In dem Schreiben fragen sie, ob es zutreffe, dass vom BKA erst seit Mai/Juni dieses Jahres «eine optimierte internationale Zusammenarbeit» mit Meldestellen und ausländischen Partnern verfolgt werde. Erst nach Erfahrungen mit dieser verbesserten Kooperation wollte die Koalition beurteilen, wie effektiv Löschungen zu organisieren seien. «Stimmen die Berichte über die Studie, dann sind da Zahlen aus der Zeit vor Mai drin, als die Zusammenarbeit noch nicht optimiert worden war. Der Zahlenmix der Studie zu den Löschungen ist dann wertlos», sagte Schulz. Offen sei auch, ob und wie viele Seiten aus taktischen Gründen nicht geschlossen würden, um an die Täter zu kommen.

Die FDP lehnt Sperren ab, weil sie leicht zu umgehen seien und die betroffenen Seiten für Nutzer von Kinderpornografie besonders reizvoll machen. Außerdem, argumentiert Schulz, würde damit eine Zensur-Infrastruktur aufgebaut.

ddp

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Kinderpornografie-Webseiten zu lange abrufbar

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Kinderpornografie-Webseiten zu lange abrufbar


Berlin (ddp). Die Bemühungen der Bundesregierung zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet laufen weitgehend ins Leere. 40 Prozent solcher Webseiten könnten noch eine Woche nach dem Löschen per Mausklick auf den Computer geladen werden, sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamts (BKA) am Donnerstag auf ddp-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «Die Welt». Die Zahlen seien das vorläufige Ergebnis einer «Evaluation» des im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vereinbarten Prinzips «Löschen statt Sperren». Die Auswertung dieser Methode für das erste Halbjahr 2010 sei allerdings noch nicht abgeschlossen.

Die große Koalition hatte das Zugangserschwerungsgesetz, das Sperren für kinderpornografische Seiten vorsieht, 2009 beschlossen. Die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) setzte sich dafür ein, die Zugriffe auf Kinderpornos durch virtuelle Stoppschilder zu verhindern. Kritiker wandten ein, dass Sperren technisch leicht zu umgehen seien und befürchteten zudem eine Zensurinfrastruktur im Netz. Mehr als 134 000 Personen unterzeichneten im vergangenen Jahr eine Online-Petition gegen das Gesetz. Die schwarz-gelbe Bundesregierung schlug einen anderen Kurs ein und verständigte sich darauf, kinderpornografische Seiten zunächst nicht zu sperren, sondern zu löschen.

Das Ergebnis ist nach Einschätzung von Experten wenig zufriedenstellend. «Kinderpornografische Webseiten bleiben trotz aller Löschungsbemühungen eine zu lange Zeit abrufbar», zitierte «Die Welt» aus der BKA-Untersuchung. Bis zum Verschwinden der Seiten gebe es «immense Zugriffszahlen», was zu einer Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führe. Das BKA schlage deshalb das Sperren der Seiten bis zur Löschung vor. Die Behörde wollte dazu auf ddp-Nachfrage keine Angaben machen.

Für eine Sperrung der strafwürdigen Webseiten sprach sich derweil der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), aus. Das BKA habe durch die Praxis nachgewiesen, dass die Löschung kinderpornografischer Seiten in einem viel zu geringen Umfang möglich sei. «Wenn man aber nicht löschen kann, muss man wenigstens den Zugang durch Internetsperren erschweren. Dafür plädiert die Union energisch.» Er forderte den Koalitionspartner FDP auf, möglichst rasch zu klären, ob sie das mitträgt.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hält hingegen am Prinzip «Löschen statt Sperren» fest. Sie gab dem BKA eine Mitschuld an den schlechten Zahlen. «Belastbare Zahlen hängen sicher auch von den künftigen personellen Ressourcen des BKA ab», sagte sie. Die Wiesbadener Behörde habe «nach längerem Vorlauf» erst angefangen, das Löschen kinderpornografischer Seiten voranzutreiben.

Bayerns Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) forderte von Leutheusser-Schnarrenberger, ihren Widerstand aufzugeben. «Es ist unverantwortlich, die Augen vor der Tatsache zu verschließen, dass das Löschen von entsprechenden Internetseiten auf internationalen Servern kaum durchführbar ist», kritisierte Schneider. «Deshalb muss zum Schutz unserer Kinder und Jugendlicher wenigstens der Zugang zu diesen abscheulichen Seiten durch Internetsperren erschwert werden.» Um gegen Kinderpornografie im Netz vorzugehen, müssten beide Wege – Sperren und Löschen – genutzt werden.

Für eine «Scheinlösung» hingegen hält Unionsfraktions-Vize Michael Kretschmer (CDU) die Internetsperren. Da diese «allzu leicht zu umgehen» seien, müssten alle Kräfte nach wie vor in die Löschung der Seiten investiert werden.

ddp

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Eine Homepage ist nicht in Minutenschnelle aufgebaut

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Eine Homepage ist nicht in Minutenschnelle aufgebaut


Hamburg (ddp). Kostenlose Web-Baukästen im Internet sind eine gute Möglichkeit, um sich in kurzer Zeit eine eigene Homepage zu basteln. Allerdings seien nicht alle Angebote gut, meldet das unabhängige Vergleichsportal Getestet.de, das die sechs größten Anbieter genauer unter die Lupe genommen hat. Gesamtsieger wurde der Anbieter Jimdo.de haarscharf vor Beepworld.de. Beide erhielten das Prädikat «Sehr Gut». Die Tester lobten vor allem die einfache Handhabung und den hohen gestalterischen Spielraum der beiden Web-Baukästen. Der Anbieter nPage.de erhielt immerhin noch das Testsiegel «Gut», und Internetbaukasten.de und Homepage-Baukasten.de schafften die Note «Befriedigend». Auf dem letzten Platz landete WebBaukasten.de mit «Ausreichend».

Auch wenn die meisten Anbieter es versprechen: Eine Homepage ist trotzdem nicht in Minutenschnelle aufgebaut. Zwar lässt sich nach der Anmeldung eine leere Designvorlage ins Netz stellen, aber das ist nicht sinnvoll. Laut Getestet.de benötigt man für eine vollwertige Homepage, bestehend aus mehreren Unterseiten, aufbereiteten Texten und bearbeiteten Bildern, mindestens ein Wochenende. Auch das Impressum darf man nicht vergessen, denn sonst drohen Abmahnungen mit gepfefferten Rechnungen.

ddp

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Gratis-Schutz vor Viren und Trojanern

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Gratis-Schutz vor Viren und Trojanern


Hannover (ddp). Ein Computer ohne Virenschutz ist heutzutage völlig undenkbar. Im Internet wimmelt es von Viren, Würmern, Trojanern und anderen Schädlingen, die einen Rechner ohne Antiviren-Software im Bruchteil von Sekunden erobern und massiven Schaden anrichten können. Der Schutz vor dieser Malware ist durchaus gratis zu haben – und einige der Freeware-Programme könnten sogar mit der kostenpflichtigen Konkurrenz mithalten, sagt Jürgen Schmidt von der Computerzeitschrift «c’t». Allerdings ist es nicht verkehrt, sie durch ein paar Zusatzprogramme zu ergänzen.

Laut einem aktuellen Test von «c’t» (Heft 12/2010), bei dem sieben Gratis-Programme genauer unter die Lupe genommen wurden, können Avast Free Antivirus, Avira Antivir Personal, Microsoft Security Essentials und Panda Cloud Antivirus durchaus mit der besten kostenpflichtige Software mithalten. Die Erkennungsraten von Viren waren gut bis sehr gut. Avast bringt als einziges Gratis-Programm auch einen vollwertigen Web-Scanner mit. Allerdings haben alle vier Programme ihre Macken, wie Schmidt sagt. Antivir etwa nervt mit Werbung, bei Avast sind die Einstellungsmöglichkeiten zu unübersichtlich, die Security Essentials zwingen den Nutzer zu einer Mitgliedschaft bei Microsofts Frühwarnsystem «Spynet» und Panda setzt eine permanente Internetverbindung voraus.

Der größte Nachteil der Freeware-Produkte ist allerdings, dass sie die Viren-Signaturen nicht ständig, sondern nur einmal pro Tag aktualisieren. Das klingt zunächst kaum sicherheitsrelevant, doch es geraten ständig neue Schädlinge ins Netz – und die könnten in 24 Stunden eine Menge Schaden anrichten, warnt Schmidt. Auch andere Features der kostenpflichtigen «großen Brüder» fehlen bei vielen Gratis-Programmen – etwa Web-Filter und Verhaltenserkennung. Das fällt jedoch etwas weniger ins Gewicht, weil es dafür ebenfalls gute Gratis-Tools gibt.

Eines davon ist das Programm ThreatFire (threatfire.com/de). Es liefert eine sehr gute Verhaltenserkennung, wie sie sonst nur kommerzielle Antiviren-Software mitbringt. Auf diese Weise wird die Aktivität von Programmen überwacht, und wenn sich verdächtige Aktionen häufen, wird der Benutzer gewarnt. Wenn also ein Keylogger Tastatureingaben aufzeichnet, um Passwörter auszuspähen – was meist völlig unbemerkt geschieht – erkennt ein solches Programm, dass etwas nicht stimmt, und schlägt Alarm. ThreatFire sei als Ergänzung zu einem traditionellen Antiviren-Programm nur zu empfehlen, sagt Schmidt. Wenn dem Virenscanner doch mal ein Schädling durchrutscht, wird er von ThreatFire in die Schranken gewiesen.

Die meisten kostenlosen Virenschutzprogramme bringen zudem keinen vollwertigen Web-Scanner mit, der sich in den Datenstrom des Browsers einklinkt und Schädlinge, die in Websites eingebunden sind, sofort abfängt. Gratis-Web-Scanner kann Schmidt zwar nicht empfehlen, aber er hat ein paar andere Tipps parat, um das Surfen sicherer zu machen. So sollte man auf alternative Browser zum Internet Explorer zurückgreifen, da sie nicht so häufig Malware-Attacken ausgesetzt sind. Das Add-On «NoScript» für Firefox lässt die problematischen aktiven Inhalte auf Webseiten gar nicht erst zu, man muss sie jeweils einzeln freischalten. Das ist zwar mit Aufwand verbunden, bringt aber ein deutliches Plus an Sicherheit. Wer wirklich hinter einer URL steckt, das verrät der kostenlose Dienst «LongURL Please», den man einfach in der Lesezeichenleiste speichert und bei Bedarf abrufen kann.

Ein oft unterschätztes Einfallstor für Malware aller Art sind Programme mit Sicherheitslücken. Daher sind regelmäßige Updates so wichtig, jedoch ist es nicht immer einfach zu erkennen, wann ein Update verfügbar ist. Hier empfiehlt Schmidt den Personal Software Inspector von Secunia (secunia.com). Er gleicht die Programme auf dem PC mit der Schwachstellen-Datenbank des Herstellers ab und zeigt dem Benutzer an, wenn ein Update zur Verfügung steht – idealerweise sogar mit dem entsprechenden Link. Wer einen Schnelltest machen will, welche Programme auf seinem PC eventuell verwundbar sein könnten, kann unter (heise.de/security/dienste/Update-Check-843063.html) einen Update-Check abrufen.

Wer Gratis-Programme herunterlädt, sollte beim Download unbedingt auf Nummer sicher gehen – denn sonst können auf diesem Weg ebenfalls Schädlinge auf den Rechner geraten. Daher sollte man laut Schmidt am besten direkt die Homepage des Herstellers ansteuern oder ein vertrauenswürdiges Portal nutzen, das die angebotene Software auch auf Viren prüft.

ddp

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Jugendliche akzeptieren Benimmregeln im Internet

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Jugendliche akzeptieren Benimmregeln im Internet


München (ddp). Deutschlands Jugend weiß sich im Internet zu benehmen. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen halte sich an die Nettikette, also die Benimmregeln im Netz, wie aus dem «Norton Online Family Report 2010» hervorgeht, für den weltweit knapp 10 000 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren sowie Erwachsene interviewt wurden. 72 Prozent der in Deutschland befragten Jugendlichen erklärten demnach, dass sie im Netz niemanden beschimpfen oder schikanieren und kein Cyber-Mobbing betreiben würden.

«Möglicherweise ist die Tatsache, dass sich die meisten Jugendlichen an die Nettikette halten, auch das Resultat eigener Erfahrungen mit Online-Mobbing», sagte der Sicherheitsexperte der bei der Studie federführenden Software-Firma Symantec, Stefan Osthaus. Der Umfrage zufolge hat eine klare Mehrheit der Kinder schon einmal negative Erfahrungen im Netz gemacht, aber nur ein Drittel der Eltern ist darüber mehr oder weniger informiert. 67 Prozent der Kinder und Jugendlichen würden sich bei Mobbing-Angriffen oder Belästigungen mittlerweile sofort an Eltern, Lehrer oder die Polizei wenden.

Osthaus empfiehlt Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern Regeln zur Nutzung des Internets zu erstellen, sich über das «Social Networking» des Nachwuchses zu informieren und ein Auge darauf zu haben, wen ihr Kind als «Freund» hinzufügt. Zudem sollten sie ihre Kinder ermutigen, sich sofort an einen Elternteil, Lehrer oder eine andere Vertrauensperson zu wenden, wenn sie sich im Zusammenhang mit etwas, das sie auf dem Computer gesehen haben, unwohl fühlen.

ddp

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Videorekorder im Internet

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Videorekorder im Internet


München (ddp). Festplatten- und DVD-Rekorder haben in vielen Wohnzimmern Einzug gehalten. Online-Rekorder nehmen jedoch keinen Platz im Wohnzimmer weg, und bieten doch beinahe unbegrenzte Aufnahmemöglichkeit.

Nicht nur deshalb nutzt Gunnar Troitsch, Ressortleiter Praxis der Zeitschrift «Chip», dieses softwaregestützte Angebot auch persönlich. «Es ist einfach zu bedienen und es ist übersichtlich», sagt er mit Blick auf Dienste wie Shift.TV (shift.tv), Save.TV (save.tv), bong.tv (bong.tv) oder onlineTVrecorder (onlinetvrecorder.com). Dort scrollen Nutzer durch eine elektronische Programmzeitschrift (EPG) und programmieren Sendungen auf Knopfdruck. Bei OnlineTVRecorder geht das sogar kostenlos, die anderen Dienste verlangen zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.

Für den Nutzer gebe es viel Komfort beim Programmieren, sagt Troitsch. Beispielsweise lasse sich vor dem Urlaub bequem einstellen, dass alle Folgen der Lieblingsserie aufgenommen werden. Heimkehrer laden die Folgen anschließend entweder herunter oder sehen sich die Serie per Livestream an, eine schnelle Breitband-Verbindung vorausgesetzt. Das geht dank persönlichem Passwort von jedem Computer aus. «Wer kein DSL hat, braucht aber darüber erst gar nicht nachzudenken», rät Troitsch. Mit dem inzwischen weit verbreiteten DSL 6000 ließen sich Filme jedoch ruckelfrei ansehen.

Nutzer müssen allerdings Qualitätseinbußen akzeptieren. So geben alle momentan verfügbaren Dienste kein HDTV wieder, sondern maximal PAL-Auflösung im Format 720 mal 576 Pixel. «Es macht natürlich keinen Spaß, das auf einem großen Fernseher zu schauen», sagt der Experte. Dabei zeigten sich Artefakte und unschöne Farbpunkte. Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bremst er auch allzu große Hoffnungen auf ein Archiv aller Spiele mittels der Online-Angebote. «Fußball und andere Sportarten sind ein Problem», sagt Troitsch: Die sehr schnellen Bewegungen müssten digitalisiert und dann auch noch ins Format MP4 und DivX komprimiert werden, was weiteren Qualitätsverlust mit sich bringe.

Die Dienste selbst unterscheiden sich nach Angaben von Troitsch vor allem durch die Zahl der Fernsehsender. Während Shift.tv 19 deutschsprachige Sender in seinem Portfolio hat, sind es beim kostenlosen OnlineTVRecorder über 50, teils auch internationale Anbieter. Letzterer bietet auch die Möglichkeit, Sender der RTL-Gruppe aufzunehmen, die einen Rechtsstreit gegen einen Anbieter geführt hat. Dabei entschied der Bundesgerichtshof im April 2009, dass die kommerzielle Vervielfältigung grundsätzlich gegen das Urheberrecht verstößt, jedoch in Ausnahmefällen erlaubt ist. Dabei müsse sichergestellt sein, dass die kommerziellen Anbieter lediglich auf einen «persönlichen Videorekorder» aufzeichnen und die Inhalte keinen Dritten zur Verfügung stehen. Obwohl etwa Save.TV nach eigenen Angaben diese Vorgaben erfüllt, fehlten dort lange Zeit die Sender der RTL-Gruppe.

Dennoch bekommt Save.TV von Troitsch die besten Noten für die Bildqualität. «Es ist zudem bestimmt das am meisten genutzte Angebot dieser Art», sagt er. Deshalb müsse man sich zu Stoßzeiten etwa am Sonntagabend auf einen länger dauernden Downloadvorgang der im Schnitt 600 bis 800 Megabyte großen Filme, wie etwa einen «Tatort», einstellen. Der Dienst erlaubt einen 14-tägigen Test, in dem der Nutzer maximal 3000 Minuten Fernsehsendungen speichern kann. Zum Vergleich: Shift.TV bietet zwei Stunden gratis an. «Die Anbieter locken alle mit einem Probeabo und wenn man nicht rechtzeitig kündigt, muss man voll zahlen», warnt Troitsch. Bei Save.TV sind das je nach Laufzeit zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.

Dafür werden die persönlichen Downloads vier Wochen auf dem Server gespeichert. Zum Vergleich: Die Filme von ARD und ZDF in den Mediatheken werden nur eine Woche nach Ausstrahlung noch bereitgehalten. Und im Gegensatz zu Mediathek-Angeboten können etwa Serienfans beim Online-Rekorder ihre Aufnahmen problemlos herunterladen und auch auf DVD brennen.

ddp

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Langsame Browser bremsen Smartphones beim Surfen aus

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Langsame Browser bremsen Smartphones beim Surfen aus


München (ddp). Aktuelle Smartphones versprechen unkomplizierten und schnellen Zugriff von unterwegs auf das Internet. Für die Surfgeschwindigkeit ist der Datendurchsatz aber nicht entscheidend. Denn die Browser auf den Handys sind schlicht zu langsam. Zu diesem Ergebnis kommt das Onlineportal «CHIP Online» nach einem Geschwindigkeitstest von sieben aktuellen Smartphones. Im Ergebnis dauerte die Darstellung einer komplexen Internetseite in einem Fall knapp 30 Mal so lange wie auf einem Notebook mit identischer UMTS-Verbindung.

Die höchste Punktzahl erhielt Apples iPhone 3GS. Es wird zwar mit einer nominellen Download-Datenrate von 7,2 Megabit pro Sekunde (MBit/s) angepriesen. Im Test wurden unter optimalen Bedingungen aber nur 3,3 MBit/s gemessen. Zum Testsieg verhalf dem iPhone 3GS der flotte Safari-Browser. In sieben von neun Testszenarien wurden die Webseiten damit am schnellsten dargestellt.

Platz zwei ging an das Nokia N900, gefolgt vom Motorola Milestone. Beide machten laut Testergebnis beim Surfen eine gute Figur.

ddp

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5.Borussia Dortmund3457
6.VfB Stuttgart3455
7.Hamburger SV3452
8.VfL Wolfsburg3450
9.1. FSV Mainz 053447
10.Eintracht Frankfurt3446
11.1899 Hoffenheim3442
12.Bor. Mönchengladbach3439
13.1. FC Köln3438
14.SC Freiburg3435
15.Hannover 963433
16.1. FC Nürnberg3431
17.VfL Bochum3428
18.Hertha BSC3424
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