Tag Archive | "Elbphilharmonie"

Magazin: Hamburg hält Abschlagszahlung für Elbphilharmonie zurück

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Magazin: Hamburg hält Abschlagszahlung für Elbphilharmonie zurück


München (ddp). Wegen Baumängeln an der Hamburger Elbphilharmonie weigert sich die Hansestadt, einen Abschlag über fünf Millionen Euro an den Generalunternehmer Hochtief zu zahlen. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» vorab berichtet, war der Betrag bereits im Mai fällig. «Erst wenn die Fehler behoben sind, wird das Geld fließen», bestätigte ein Sprecher der Kulturbehörde dem Blatt.

Die Architekten hatten dem Magazin zufolge Mitte Mai eine umfangreiche Mängelliste präsentiert. Seit dem ersten Spatenstich im Frühjahr 2007 sind die Kosten für den Prestigebau an der Elbe von 114 auf 323 Millionen Euro gestiegen. Die Eröffnung wurde mehrfach verschoben.

ddp

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Hamburgs Bürgermeister Beust muss vor Elbphilharmonie-Ausschuss

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Hamburgs Bürgermeister Beust muss vor Elbphilharmonie-Ausschuss


Hamburg (ddp). Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) muss demnächst vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie aussagen. Der Ausschuss habe auf Initiative der SPD-Abgeordneten die Vorladung von 13 weiteren Zeugen beschlossen, teilte SPD-Fraktionssprecher Christoph Holstein am Donnerstag mit. Neben Beust sind unter anderem Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) und Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) geladen. Die Anhörungen sollen am 16. August beginnen. Beust sei allerdings nicht der erste Zeuge, sagte Holstein auf ddp-Anfrage.

Das Anfang Mai von der Bürgerschaft eingesetzte Gremium soll die Ursachen und Hintergründe der Kostenexplosion beim Bau der prestigeträchtigen Elbphilharmonie untersuchen. Zudem soll die politische Verantwortung für die Fehlentwicklung des Projekts geklärt werden.

Die Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt in Hamburg. Die Bürgerschaft bewilligte bisher 323,5 Millionen Euro für das Vorhaben. Ursprünglich waren 77 Millionen Euro veranschlagt worden. Zuletzt hatte der Baukonzern Hochtief der städtischen Realisierungsgesellschaft ReGe einen detaillierten Terminplan übergeben, wonach sich Eröffnung des Konzerthauses in der HafenCity auf 2013 verschiebt.

ddp

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Stadt verlangt bei Elbphilharmonie bessere Bauqualität von Hochtief

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Stadt verlangt bei Elbphilharmonie bessere Bauqualität von Hochtief


Hamburg (ddp). Beim Bau der Elbphilharmonie fordert die Stadt Hamburg vom ausführenden Unternehmen Hochtief eine bessere Qualität. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass das künftige Konzertgebäude erhebliche Baumängel aufweist. Diese müssten von Hochtief beseitigt werden, sagte am Sonntag ein Sprecher der Kulturbehörde. Auch in dem besonders sensiblen Bereich des Großen Saales sei es zu inakzeptablen Baumängeln durch die Firma gekommen. Hochtief habe deren Beseitigung zugesagt, hieß es.

Bereits im April habe Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) mit dem Architekten und Generalplaner Pierre de Meuron die Lage erörtert und ihn um einen Bericht über die von Hochtief verursachten Baumängel gebeten. Diesen Bericht habe die Senatorin Ende der Woche erhalten. Er bestätige die Einschätzung der stadteigenen Realisierungsgesellschaft ReGe, wonach es Baumängel beim Großen Saal gibt, diese aber alle zu beheben sind.

Welck will sich den Angaben zufolge am Montag mit dem Vorstandsvorsitzenden von Hochtief treffen. Es sei «zwingend erforderlich», dass die Firma ein eigenes, wirkungsvolles Qualitätssicherungsinstrument installiere, damit es auf der Baustelle erst gar nicht zu solchen Mängeln in der Bauausführung komme. Diese Forderung werde sie «sehr deutlich machen», sagte Welck.

Aktuell bestehe keine Gefahr, dass die Mängel nicht beseitigt werden könnten, sagte ReGe-Geschäftsführer Heribert Leutner. Der Mängelbericht des Architekten bestätige die eigenen Einschätzungen. «Gerade wegen der besonderen Herausforderungen dieses Projektes haben wir uns von Anfang an nicht nur auf unsere eigene Qualitätskontrolle verlassen, sondern den Generalplaner zusätzlich mit der Qualitätsprüfung und Bauüberwachung beauftragt», sagte er.

ddp

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Architekten weisen Vorwürfe zu Kostenanstieg bei Elbphilharmonie zurück

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Architekten weisen Vorwürfe zu Kostenanstieg bei Elbphilharmonie zurück


Hamburg (ddp-nrd). Das Architekturbüro Herzog de Meuron hat Vorwürfe der Baufirma Hochtief zurückgewiesen, für die Kostenexplosion bei der Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich zu sein. «Wir haben termingerecht und komplett unsere Planleistung abgeliefert», sagt Pierre de Meuron im NDR-«Kulturjournal» (17. Mai, 22.30 Uhr). «Wie es jetzt zu der Kostenmehrung kommt, ist für uns nicht vollständig nachvollziehbar», so de Meuron.

Hochtief nennt dem Bericht zufolge immer wieder eine verspätete Abgabe der Pläne und nachträgliche Änderungen durch die Architekten als Grund für die Zeitverzögerung und die enorme Kostensteigerung. Der Architekt sagte dem Sender, es habe zwar Änderungen gegenüber der Ursprungsplanung gegeben, etwa einen weiteren Konzertsaal. Dieser sei aber vom Bauherrn, der Stadt Hamburg, nachträglich verlangt worden. «Wir haben nie etwas nach 2006 gefordert, was teurer wäre, sondern wir haben eher Sachen angeboten, die den Preis runterbringen konnten. Das sehen wir als unsere Verantwortung als Architekten», betonte de Meuron.

Unterdessen kritisierte die SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, dass die Kosten der Elbphilharmonie laut einer Anfrage an den Senat allein in den vergangenen vier Monaten um weitere 5,5 Millionen Euro gestiegen seien. «Baukonzern und Architekten haben im Frühjahr letzten Jahres zusammen 157 Millionen Euro zusätzlich für den Bau der Elbphilharmonie erhalten, ohne dass die Ansprüche hinreichend geprüft wurden. Das hat sie offensichtlich ermuntert, in diesem Jahr bis jetzt schon weitere 41 Millionen Euro zu fordern», sagte der finanzpolitische Sprecher Peter Tschentscher am Freitag. Bis Januar seien es noch 35,5 Millionen Euro gewesen. Tschentscher forderte den Senat erneut auf, keine weiteren Ansprüche anzuerkennen und den Baukonflikt vor ein Schiedsgericht zu bringen.

ddp

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Detaillierter Plan

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Detaillierter Plan


Hamburg/Essen (ddp-nrd). Der Baukonzern Hochtief hat der städtischen Realisierungsgesellschaft ReGe am Freitag einen detaillierten Terminplan zum Bau der Hamburger Elbphilharmonie übergeben. Der größte Teil des Prestigeprojektes könne fristgerecht bis Ende 2011 fertiggestellt werden, teilte Unternehmenssprecher Bernd Pütter in Essen mit. Für den Großen Konzertsaal weise der Terminplan eine Verzögerung bis Ende 2012 aus. Damit bestätigten die vorgelegten Angaben erneut die Terminprognose, die Hochtief bereits im Januar abgegeben hatte. Die Eröffnung des Konzerthauses in der HafenCity würde sich damit um ein Jahr auf 2013 verschieben.

Die Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt in Hamburg. Die Bürgerschaft bewilligte bisher 323,5 Millionen Euro für das Vorhaben. Ursprünglich waren 77 Millionen Euro veranschlagt worden. Noch vor der Sommerpause will sich ein von der SPD-Fraktion beantragter parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit den Kostensteigerungen und Planungsfehlern beschäftigen.

Der Generalintendant der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, und sein Team haben bereits die Absagen für die Eröffnungsveranstaltungen in der Elbphilharmonie im Mai 2012 verschickt. Die Konzerte sollen bis zur Fertigstellung des Konzerthauses etwa in der Laeiszhalle aufgeführt werden.

Als Ursache für die Bauverzögerungen nannte Hochtief Abweichungen vom vereinbarten Planungsprozess durch den Bauherrn und den Generalplaner. «Der Zeitplan kann allerdings nur die Auswirkungen der bisherigen Störungen wiedergeben», sagte Niederlassungsleiter Thomas Möller. Damit der Zeitplan eingehalten werden könne, sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Generalplaner und Bauunternehmen erforderlich.

Die ReGe hatte vor mehr als einer Woche eine Klage beim Amtsgericht gegen Hochtief eingereicht. Ziel war laut Karl-Olaf Petters von der Kulturbehörde ein vertraglich zugesicherter und fortgeschrittener Zeitplan für den Bau.

(ddp)

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SPD will Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie

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SPD will Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie


Hamburg/Lüneburg (ddp-nrd). Die Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion will die Kostenexplosion beim Bau der Elbphilharmonie von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss hinterfragen lassen. Das Gremium solle die Gründe für die extremen Kostensteigerungen klären und sich mit der Vertragsgestaltung und dem Kostencontrolling beschäftigen, sagte SPD-Fraktionschef Michael Neumann am Sonntag nach einer Klausurtagung in Lüneburg.

Die SPD-Fraktion erarbeite bereits einen entsprechenden Bürgerschaftsantrag, in dem das Untersuchungsziel des Ausschusses festgeschrieben sei. Alles andere werde man «zügig, aber ohne Hektik» klären und in die Wege leiten.

Das Konzerthaus, dessen Eröffnung im Mai 2012 geplant ist, sollte zunächst 77 Millionen Euro kosten. Mittlerweile liegen die Kosten bei 323,5 Millionen. «Ich glaube nicht, dass wir bei den Kostensteigerungen das Ende der Fahnenstange erreicht haben», sagte Neumann. Über den Untersuchungsausschuss müsse geklärt werden, weshalb es zu diesem Kostenfeuerwerk kommen konnte und wer politische wie auch fachlich die Verantwortung trage.

(ddp)

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Spiegel: Behörde stellt Termin für Elbphilharmonie-Premiere in Frage

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Spiegel: Behörde stellt Termin für Elbphilharmonie-Premiere in Frage


Hamburg (ddp). Der Hamburger Senat bereitet sich offenbar auf eine Verschiebung der für Mai 2012 vorgesehenen Eröffnung der Elbphilharmonie vor. Deutlichstes Indiz dafür sei eine Mitteilung der Kulturbehörde an Vertreter der Wiener Philharmoniker, die als Überraschungsstars fest eingeplant seien, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» in einem Vorabbericht.

Darin signalisiere die Kulturbehörde, dass der anvisierte Termin für das Premierenfestival fraglich geworden sei und das Orchester dies in seinen Planungen berücksichtigen möge. Im «Spiegel» räumte die Kulturbehörde ein, sie prüfe «alternative Eröffnungsszenarien». Ein striktes Kosten- und Qualitätsmanagement sei jetzt wichtiger als die Frage, wann das erste Konzert stattfinde.

Offiziell hält die Stadt jedoch weiterhin an der Version fest, der Prestigebau werde termingerecht eröffnet. Bereits im Januar hatte der Generalunternehmer Hochtief eine Verzögerung von etwa elf Monaten als unausweichlich bezeichnet.

Nach internen Schätzungen der Baufirma werde die Bauzeitverlängerung das bislang mit 323 Millionen Euro veranschlagte Projekt für die Stadt um weitere acht bis neun Millionen Euro verteuern, schreibt das Magazin. Insgesamt rechne das Unternehmen mit Zusatzkosten von rund 44 Millionen Euro. Die Stadt halte den größten Teil der Forderung für nicht gerechtfertigt. Nach Angaben der Kulturbehörde werde das vorhandene Finanzpolster von 20 Millionen Euro für unvorhergesehene Ausgaben ausreichen.

(ddp)

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Weiter Streit um die Elbphilharmonie

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Weiter Streit um die Elbphilharmonie


Hamburg (ddp-nrd). Nach den erneut drohenden Mehrkosten beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie hat die SPD dem Senat schweres Missmanagement vorgeworfen. Der Streit zwischen der Stadt und dem Baukonzern Hochtief sei eine Bankrotterklärung, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Peter Tschentscher, am Donnerstag in Hamburg. Die zuständige städtische Projekt-Realisierungsgesellschaft ReGe sei überfordert. Zudem sei es völlig unüblich, dass die Kulturbehörde für ein Bauprojekt verantwortlich sei.

Trotz wiederholter Differenzen mit Hochtief geht Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) weiter von einer planmäßigen Eröffnung der Elbphilharmonie im Mai 2012 aus. Der Baukonzern hatte der Stadt zuletzt mitgeteilt, dass sich die Fertigstellung des prestigeträchtigen Konzerthauses um ein Jahr verzögert. Zudem hatte Hochtief Nachforderungen in Höhe von rund 22 Millionen Euro angemeldet. Nun wollen der Baukonzern und die ReGe über die strittigen Forderungen und Terminverzögerungen verhandeln.

Die Forderungen von Hochtief sind laut Tschentscher überhöht. Ebenso zu kritisieren sei jedoch, dass der schwarz-grüne Senat auf die Forderungen eingehe. Der Millionenpoker zulasten des Steuerzahlers müsse aufhören, sagte der finanzpolitische SPD-Sprecher. Der Senat dürfe auf die Forderungen des Baukonzerns nicht eingehen.

Die Oppositionspartei stellt die bereits 2009 bewilligten Mehrkosten in Höhe von 209 Millionen Euro in Frage. Auch wolle die SPD demnächst über einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie entscheiden. Dabei soll es um die politische Verantwortung für die Mehrkosten und Planungsfehler beim Bau des Konzerthauses in der Hafen-City gehen.

Die Hamburgische Bürgerschaft bewilligte bisher Gesamtkosten in Höhe von 323,5 Millionen Euro für die Elbphilharmonie. Ursprünglich waren 77 Millionen Euro veranschlagt worden.

(ddp)

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