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Die Pläne des Benicio Del Toro

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Die Pläne des Benicio Del Toro


Benicio Del Toro (42), Schauspieler, möchte neben seiner Schauspielkarriere als Regisseur hinter der Kamera arbeiten. «Normalerweise bekomme ich gesagt, was ich zu tun habe. Ich würde gerne mal versuchen, Regie zu führen und eine Geschichte zu erzählen. Ich habe große Lust zu produzieren», zitiert das Magazin «OK!» den 42-Jährigen aus einem Interview mit dem «Shortlist Magazine». Tipps für seine Tätigkeit als Regisseur hätte der Schauspieler gerne von Martin Scorsese (67), den er laut Bericht für einen der besten Regisseure hält.

(ddp)

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Revolution und Alltag


München (ddp-tsch). Die Kampfstiefel, die Zigarre, der stechende Blick, der Bart. Fast scheint es, als vergewissere sich die Kamera eingangs der ikonischen Merkmale des Helden, dargestellt durch einen bedingungslosen, ungeheuer wuchtigen Benicio Del Toro. Wäre das Bildrauschen in den auf alt getrimmten Schwarz-Weiß-Aufnahmen nicht beabsichtigt, könnte man die DVD- und vielmehr noch die Blu-ray-Fassung von «Che – Revolución» und «Che – Guerrilla» (beide 2008) als Frechheit bezeichnen. Doch selbst wenn man diesen Kunstgriff außer Acht lässt, wird Soderberghs Che-Guevara-Porträt, das nun im Doppelpack erscheint, schon wieder nicht von den Kritikern abgenickt werden.

Mit einer neu entwickelten, ultraleichten und doch hochauflösenden Digitalkamera heftete sich Soderbergh an die Fersen des Revolutionärs. Beeindruckend klar fallen die Außenaufnahmen damit auf Blu-ray-Disc aus. In kräftigen, satten und natürlichen Farben wird der Dschungel gezeigt. Dass sich der Guerrilla-Alltag hauptsächlich dort abspielt, kommt Soderbergh zugute: Vor allem in Räumen lässt die Schärfe der Konturen nach und der Detailreichtum der DVD Wünsche offen.

Doch zurück ins Gestrüpp: Man beobachtet den jungen Argentinier Che, wie er mit Fidel Castro (Demián Bachir) und 80 weiteren Revolutionären mit dem Boot nach Kuba übersetzt. Er raucht Zigarre, versorgt Verwundete, schwört seine Truppe ein, schießt, röchelt sich durch Asthmaanfälle und dann wieder alles von vorn. Nur selten kracht es, dann aber richtig: Sowohl auf DVD als auch auf BD prasselt das Maschinengewehrfeuer um den Zuschauer herum, selbst ein differenzierter Nachhall der Schüsse ist erkennbar. Im Gegensatz zu den effektreichen Atmosphärengeräuschen wirken die Dialoge klanglich jedoch ein wenig flach – aber das ist nicht deren einziges Problem.

Soderberghs Erzählstil zermürbt, verweigert Spannungsbögen, lässt Details offen – das ausdrückliche Versprechen, den Menschen hinter dem T-Shirt-Motiv sichtbar zu machen, wird auch in Teil zwei nicht eingelöst: Im Jahr 1965 ist Che über Nacht spurlos verschwunden, reist mit falscher Glatze und falschen Papieren nach Bolivien ein. Hier, so meint der argentinische Arzt und Revolutionär, wird seine Hilfe dringender benötigt.

Benicio Del Toro wäre im Bonusteil – auf DVD und Blu-ray-Disc gleich – wohl bereits mit einer Tasse Kaffee geholfen: Sichtlich gelangweilt und müde sitzt er das sechsminütige Interview aus, das in etwa die gleichen Fragen beinhaltet, die schon Soderbergh und Bachir gestellt wurden. Deren Antworten werden im zehnminütigen Making-of noch einmal recycelt. Dafür kommen zumindest die Besitzer eines BD-Live-fähigen Blu-ray-Players auf ihre Kosten – online sind noch zahlreiche Textdateien hinterlegt, die unter anderem über Crewmitglieder, Darsteller und Historie Auskunft geben. Herausgerissen wird damit allerdings nicht mehr viel.

(ddp/Teleschau)

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