Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski investiert 13,8 Millionen: Zimmer und Suiten erstrahlen in neuem Glanz
Das Münchener Fünf-Sterne-Hotel “zu den vier Jahreszeiten” wurde einst auf Wunsch König Maximilians II mit dem Ziel erbaut, auf “seiner” Prachtstraße das „nobelste Hotel der Stadt“ zu errichten. In August Schimon, einem Gastronomen ungarischer Herkunft, hatte er bald einen finanzstarken Investor gefunden, der sich dieses Projektes annahm. So entstand eines der wohl bekanntesten Luxushotels Europas – in direkter Nachbarschaft des Opernhauses und der Residenz, praktisch als Gästehaus des Hofes. Die unmittelbare Nähe zur königlichen Residenz hatte allerdings für den Architekten Rudolf Gottgetreu strenge Auflagen zur Folge – er durfte nur so viele Stockwerke bauen, dass es dem königlichen Hof-Küchengarten nicht die Sonnenstrahlen nahm und somit die königlichen Kräuter am Wachstum hinderte. Am 25. Juli 1858 wurde das prachtvolle, mit erlesensten Details ausgestattete Hotel eröffnet. Die gemütliche Lobby mit ihrer kunstvollen Glaskuppel wird nach wie vor als „schönstes Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnet und ist auch bei Münchnern sehr beliebt.
Im Jahr 2008 feierte das Münchner Traditionshotel sein 150-jähriges Jubiläum und ließ zu diesem Anlass insgesamt 42 Zimmer und Suiten für rund 13,8 Millionen Euro komplett renovieren. In allen “neuen” Zimmern und Suiten dominieren edles Holz und Glas, kombiniert mit modernen Elementen wie etwa den Plexiglasstühlen von Philipp Starck. Die Bäder sind mit Marmor und farbigen Mosaiken ausgelegt, high-tech-Fernseher wurden in beheizbare Spiegel eingelassen. Besonderer Blickfang sind Gemälde alter Meister aus der Münchner Pinakothek, die das Hotel Vier Jahreszeiten durch eine Sondergenehmigung abfotografieren und in den Zimmern auf die Wände aufziehen ließ. So findet sich in jeder Suite ein anderes Gemälde von Künstlern wie Rubens oder van Dyck.
Die Ludwig-Suite im Kempinski gehört zu den wohl schönsten Präsidentensuiten Europas. In der Luxussuite verblüffen raffinierte Details: An den Wänden glänzen echt silberne, kunstvoll gearbeitete Leuchter, sechs Fernseher versorgen die Bewohner überall mit News und der Fußboden in Flur und Schlafzimmer ist mit echtem Kalbsleder ausgelegt. Ein außergewöhnlicher Blickfang ist zudem eine runde Glasscheibe, die das Schlafzimmer vom Badezimmer trennt. Sie wirkt wie ein großes Bullauge, das den Blick auf eine freistehende Badewanne mit Whirlpool, eine finnische Sauna und schwarzen, handgeschliffenen Carrara-Marmor freigibt. Extravagante Möbel und dezent gemusterte Seidenvorhänge, die die Architekten Victor Kim und Pierre Court eigens für die 195 Quadratmeter große Luxussuite entwarfen, vervollständigen das besondere Flair dieses Schmuckstücks. Rund 2,4 Millionen Euro verbauten die Architekten allein in dieser Präsidentensuite.
Insgesamt verfügt das Vier Jahreszeiten über 303 luxuriöse Zimmer und Suiten in rund zehn verschiedenen Kategorien. Das einfache Standard-Einzelzimmer kostet 215 Euro, für die Ludwig-Suite verlangt das Hotel allerdings 8.700 Euro – pro Nacht versteht sich!.
Details zum Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski bietet die Seite www.kempinski-vierjahreszeiten.de.
