Bsirske fordert konkrete Angebote von den Arbeitgebern

Bsirske fordert konkrete Angebote von den Arbeitgebern

Berlin/Hannover (ddp). An den Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben sich am Montag nach Gewerkschaftsangaben 26 000 Beschäftigte in acht Bundesländern beteiligt. Wie die Gewerkschaft ver.di weiter mitteilte, waren Hannover und Rheinland-Pfalz Schwerpunkte der Aktionen. Am Dienstag seien Beschäftigte in Berlin zu Warnstreiks aufgerufen. ver.di-Chef Frank Bsirske warf den Arbeitgebern von Bund und Kommunen erneut mangelnde Verhandlungsbereitschaft vor. Bisher habe sich in den Gesprächen nichts bewegt, sagte Bsirske am Montag auf einer Kundgebung in Hannover. Er rief die Verhandlungsführer von Bund und Kommunen dazu auf, nun ein Angebot vorzulegen. «Sonst wird es nicht bei Warnstreiks bleiben», sagte Bsirske.

Am Ende der Verhandlungen müsse «eine spürbare Lohnerhöhung stehen», forderte der ver.di-Vorsitzende. Zu der Kundgebung hatten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 15 000 Menschen aus Niedersachsen und Bremen versammelt.

In Rheinland-Pfalz streikten 3300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. In 25 Städten und Gemeinden beteiligten sich alle Bereiche des öffentlichen Dienstes an Warnstreiks, wie ver.di in Mainz mitteilte. Besonders betroffen waren Mainz und Ludwigshafen.

In Hamburg kam es zu einem halbtägigen Warnstreik, zu dem etwa 1000 Beschäftigte der Stadtreinigung, Kitas und Bundesbehörden aufgerufen waren. In Schleswig-Holstein blieben laut ver.di zahlreiche kommunale Kindertagesstätten geschlossen. In Niedersachsen wurden Behörden, Kindertagesstätten, die Müllabfuhr sowie die Nahverkehrsbetriebe in Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg bestreikt.

In Brandenburg nahmen laut ver.di an den Kundgebungen in Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus rund 1450 Menschen teil. Landesweit hatten Beschäftigte der Stadtverwaltungen, der Bundesagentur für Arbeit sowie mehrerer Kreisverwaltungen und Jobcenter die Arbeit für einige Stunden niedergelegt. In Thüringen beteiligten sich laut ver.di rund 650 Beschäftigte des öffentlichen Diensts an Warnstreiks. Schwerpunkte seien Erfurt, Gotha und Gera gewesen.

ver.di fordert Zulagen in einem Gesamtvolumen von fünf Prozent, darunter eine Gehaltserhöhung, eine 24-monatige Übernahme von Auszubildenden sowie eine Verlängerung der Altersteilzeitregelungen. Die Arbeitgeber lehnen dies ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch (10. Februar) in Potsdam geplant.

(ddp)

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