München (ddp). Die 62. Internationale Handwerksmesse ist am Mittwochvormittag in München eröffnet worden. Bis zum 9. März präsentieren rund 1000 Aussteller aus 30 Ländern Produkte aus den Bereichen Handwerk, Design, Kunst, Energie und Dienstleistung.
Handwerkspräsident Otto Kentzler sagte zum Auftakt der Messe, die Stimmung in der Branche sei «gut». Damit allerdings das kommunale Investitionsprogramm seine volle Wirkung entfalten könne, müsse die Bundesregierung eine Entfristung der Maßnahmen beschließen. Wegen der Verzögerungen durch den strengen Winter müsse sichergestellt werden, dass Aufträge, die bis zum 31. Dezember 2010 erteilt werden, auch danach noch begonnen werden können.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) reagierte jedoch zurückhaltend. Für eine derartige Entscheidung sei es «noch ein bisschen zu früh». Brüderle kündigte an, er werde «im Sommer» mit Kentzler über das weitere Vorgehen reden. Der Minister betonte zugleich, es gebe zwar noch keinen selbsttragenden Aufschwung in Deutschland. Die wirtschaftliche Talsohle sei aber «durchschritten».
Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, bezeichnete die Messe in einem ddp-Interview als «Leistungsschau» und «Konjunkturbarometer». Sein Verband habe für dieses Jahr «einen gewissen Grundoptimismus». So könne das Handwerk in München zeigen, dass es bei Zukunftsthemen wie der energetischen Gebäudesanierung, dem Neubau von Niedrigenergiehäusern und der Elektromobilität «sehr innovativ» sei.
(ddp)
